KW9 Montag, Trockenbau, Badewanne und Spitzboden

Heute war ein spannender Tag. Nicht nur können wir durch den schnell fortschreitenden Trockenbau unsere Wände im OG erahnen, auch unser Badezimmer nimmt Formen an: Die Badewanne ist da! Das Podest im Badezimmer sorgt nach wie vor für Verwirrung zwischen den Gewerken. Der Trockenbauer weiß nun aber, wie er die Ablage bauen muss und der Fliesenleger kommt am Mittwoch um die Stufe aus Porenbeton zu basteln. Trotzdem läuft nicht ganz alles rund. Der Styroporwannenträger für unsere Badewanne hat einen 8cm breiten Rand, der in der Zeichnung von der Bemusterung nicht vorhanden war. Das Verwirrt nicht nur den Klempner, sondern auch die Bauherren. Viel Platz haben wir nicht zu verschenken, eigentlich keinen. Das Bad war schon sehr eng geplant. Kurzer Kriegsrat im Bad und schon ist eine Lösung gefunden. Der Wannenträger wird im Bereich der Armaturen ausgesägt, das spart ein paar Zentimeter. Die eigentlich umlaufende Stufe geht nun gerade weiter zur nächsten Wand und die Schamwand vor dem WC verschwindet. Mit ihr auch der Platz für den Heizkörper, den wir so ersetzen durch einen Handtuchheizkörper auf der nun vergrößerten Stufe. Prima. Keiner der das liest kann sich das nun bildlich vorstellen, aber wir haben für später eine schöne Erinnerung. Da muss man auch mal egoistisch sein 😉

KW7 Montag, Stirnbretter und Regenrinnen

Heute haben wir uns das zweite Mal mit einem my-hammer Anbieter getroffen. Das klang alles sehr gut, und alles sehr teuer 🙂 Jetzt sind wir gespannt, was er uns für ein Angebot zuschicken wird.

Beim Haus muss man jetzt schon zwei Mal hinschauen um zu bemerken, was eigentlich alles passiert ist. Und das ist dann doch eine ganze Menge. Eine Gaube ist quasi fertig, mit Stirnbrettern und Regenrinnen, die Regenrinnen an der Straßen und Gartenseite sind auch schon dran, die Klempner haben im Erdgeschoss alle Wasserleitungen verlegt und es fehlen nur noch ein ganz paar vereinzelte Klinker.

KW6 Freitag, Wir haben eine Haustür

Kaum einen Tag nicht da gewesen, schon ist wieder eine ganze Menge passiert. Zum einen konnten wir endlich unsere wunderschöne Haustür bewundern. Die ist wirklich ein Traum aus Holz. Es ist toll zu sehen, wie das was wir nur als Bleistiftskizze und Fotos von ähnlichen Türen abgegeben haben plötzlich anfassbar ist. Leider kamen wir nicht durch unsere Haustür rein ins Haus. Der Schlüssel, den wir schon am vergangenen Donnerstag von unserem Bauleiter bekommen haben, der passte nicht 🙁 Lediglich die Nebeneingangstür ließ sich damit öffnen. Wahrscheinlich ist in der Haustür schon unser „richtiges“ Schloss, und nicht das Bauschloss, damit während der Bauphase die Nebeneingangstür benutzt wird um nicht ausversehen eine Macke in die schöne Holztür zu machen.

Innen sind die beiden Klempner schon kräftig dabei Wasserleitungen und Lüftungsrohre durchs Haus zu legen.

Offensichtlich war sogar schon der Dachdecker da, denn es liegt eine – EINE – Dachpfanne auf der Lattung. 😉

Für das Pflastern unserer Auffahrt haben wir eine Anzeige bei my-hammer eingestellt und hatten heute das erste Treffen mit einem Garten- und Landschaftsbauer, der uns sein Angebot machte. Es liegt ziemlich genau in der Preisgegend, in der wir es vermutet haben. Montag kommt der nächste. Es ist erstaunlich, wie viele Anfragen man dann über die Plattform bekommt. Ist irgendwie viel angenehmer als selber zu versuchen die ganzen in Frage kommenden Firmen herauszusuchen und anzuschreiben.

KW6 Mittwoch, Die Fenster sind drin

Fangen wir chronologisch an. Gestern hatten wir einen Termin mit unserem Klempnerteam. Der hatte noch einige Fragen, zum Beispiel über unsere Armaturen, welche Maße unsere selbstgebauten Waschtische haben, wo unsere Spüle in der Küche hinkommt, wo die Duscharmaturen hinkommen, ob die Wärmepumpe 90° gedreht werden darf, ob wir einen zweiten Außenwasserhahn wünschen, und so weiter. Alles in allem war das eine hervorragende Beratung, und alles was bei unseren Gesprächen mit unserem Kundenberater unmöglich war, ist halt doch möglich. Das hätten wir mal eher wissen sollen, dann hätten wir damals viel weniger auf den Dingen rumgehackt. Es ist eine tolle Sache, dass so viel kommuniziert wird. Sowohl die Termine direkt mit den Handwerkern, als auch die mit unserem Bauleiter sind sehr aufschlussreich. Mit Herrn Steinke als Bauleiter haben wir echt Glück. Der kann alles gut erklären, und vermittelt einem, dass es ihm wirklich Spaß macht die Fragen zu beantworten. So muss man sich nie fragen ob man nun diese oder jene dumme Frage auch noch stellt. Das klappt richtig gut! Er hatte auch hilfreiche Tipps zum Dachbodenausbau, zum Bau der Fensterbänke, die ich selbst anfertigen werde, zum heranschaffen des Materials, …

Nun aber zu heute:

Die Fenster sind drin! Das ist wohl das Offensichtlichste was passiert ist, und was ist das für ein schöner Anblick! Unsere Haustür und die Fenster in den Gauben fehlen noch, aber sonst sind alle Lücken geschlossen 🙂

Doch neben den Fenstern ist natürlich noch sehr viel mehr passiert. Zum einen wird fleißig geklinkert. Inzwischen sind die Maurer bei den schwierigen stellen angekommen, die Klinker schmiegen sich schön an die Dachschrägen an, die Ziermauerwerke und Rundbögen sind bis auf abschließende Feinarbeiten fertig. Zum anderen sind die Zimmerleute dabei die Gesimse fertig zu stellen, die überstehende Lattung passend zu kürzen und die Gauben mit der Unterspannfolie zu schließen.

Es ist so schön zu sehen wie schnell das alles geht. Ein Glück bauen wir mit Viebrock, für alles andere wären wir viel zu ungeduldig! 😉

Wasserenthärtungsanlage

Da bei uns sehr hartes Wasser aus der Leitung kommt und binnen kürzester Zeit alles verkalkt, sind wir fest entschlossen eine Wasserenthärtungsanlage einzubauen. Eine ohne esoterische Magie, also eine, die mit Ionenaustauschharz Calcium und co aus dem Wasser zieht, und alle paar Tage mit Regenerationssalz regeneriert. Damit haben wir die Auswahl schon ganz schön eingegrenzt. Es gibt aber immer noch folgende Fragen zu beantworten:

  • Größe
    Das ist die am einfachsten zu beantwortende Frage, da glaube ich alle Modelle in verschiedenen Größen angeboten werden, ausgelegt auf die Anzahl der Personen im Haushalt und die Ausgangswasserhärte. Das ist aber leicht herauszufinden.
  • Doppelkartusche oder Einzelkartusche?
    Die gängigen Geräte für Einfamilienhäuser haben entweder eine oder zwei Kartuschen mit Ionenaustauschharz. Da irgendwann das Harz „verbraucht“ ist muss es mit dem Salz regeneriert werden. Dieser Vorgang dauert, je nach Modell, zwischen ca. 30 und 90 Minuten. Während dieser Zeit kann diese Kartusche natürlich kein Wasser enthärten. Bei den Geräten mit einer Kartusche kommt dann einfach das harte Wasser in die Leitung, bei den Geräten mit zwei Kartuschen wird dann auf die zweite Kartusche gewechselt.
    Ob das mit der Regenerationspause für einen ein Problem ist, lässt sich eigentlich nur zusammen mit der nächsten Frage beantworten.
  • Zeit- oder Volumengesteuert?
    Entweder regenerieren die Geräte die benutzte Kartusche alle paar Tage, oder nach dem ein bestimmtes Volumen die Kartusche durchflossen hat. Das regenerieren nach Volumen ist natürlich sparsamer, weil immer die gleiche Menge Wasser enthärtet wurde, bis eine Kartusche „verbraucht“ ist, dafür kann man aber nicht vorhersagen, wann die Regenration statt findet. Das kann morgens mitten beim Duschen sein. Hat man dann nur eine Kartusche, läuft dann eben hartes Wasser aus der Brause. Also käme für uns bei Volumengesteuerten Geräten nur die Variante mit zwei Kartuschen in Frage. Bei den Zeitgesteuerten Geräten wird standardmäßig alle 4 Tage nachts zwischen 02:00 und 04:00 Uhr die Regeneration angestoßen, egal wie viel Wasser durchgeflossen ist. Und jetzt kommt der fließende Übergang zur nächsten Frage: Bei den nicht-DVGW-Zertifizierten Geräten kann man dieses Intervall seinem individuellem Verbrauch anpassen. Hat man also nach 4 Tagen gerade mal 2 Kubikmeter auf der Uhr, dann kann man (je nach Härtegrad) vielleicht auch auf z.B. 7 Tage umstellen.
  • DVGW-zertifiziert oder nicht?
    Achtung! Stellt diese Frage niemals in einem „Experten“-Forum im Internet. Ihr tretet einen Glaubenskrieg los. Java oder C++? Kaufen oder Mieten? Apple oder Microsoft? Shitstorm vorprogrammiert. Also hier die Zusammenfassung:

    • DVGW Geräte sind deutlich teurer, weil zum einen den Hersteller die Zertifizierung pro Gerät bis zu 20.000 € kosten kann und zum anderen weil sie dann halt zertifiziert sind. So. Halt. Das kostet eben mehr.
    • DVGW Geräte müssen nachweisbar zwei Dinge tun. Erstens, dass aus dem Gerät vorne nichts schädliches zurück ins öffentliche Trinkwassernetz fließt, und zweitens hinten auch wieder Trinkwasser rauskommt.
    • Es gibt für Privatpersonen KEINE rechtliche Vorschrift die einen dazu zwingt DVGW zertifizierte Geräte einzusetzen. Einzig bindend ist der Vertrag mit dem Wasserversorger, der (lest es bei euch nach) einen Absatz enthält, dass ihr dafür verantwortlich seid, dass durch eure Anlage kein Schaden am öffentlichen Netz entsteht. Das versprechen aber auch die Hersteller der nicht zertifizierten Geräte (natürlich tun sie das…). Wem das zu heikel ist, der muss sich einen sogenannten „Rohrtrenner“ einbauen. Der ist dann wieder DVGW-zertifiziert und verhindert eben dieses. Das hinten Trinkwasser rauskommt, da müsst ihr euch dann aber trotzdem auf den Hersteller verlassen.

Unser Fazit: Es muss nicht DVGW sein. Wer sich damit besser fühlt, kann das Geld dafür ausgeben. Wir sehen gerade keine Veranlassung das doppelte oder sogar mehr auszugeben, für etwas, wo ich fest davon ausgehe, dass das nicht-zertifizierte Gerät genauso gut funktioniert. Also Butter bei die Fische: Wir haben uns für ein Gerät der Deutschen Firma Kadotec aus Rodgau entschieden, die konnten mir bei einem Anruf alle Fragen die ich hatte sehr gut beantworten, können schnell liefern, bauen in Deutschland und haben gute Referenzen von bekannten Gastronomiebetrieben in der Nähe von uns.